CFP - Die vollbiologische Kläranlage mit integriertem Schlammspeicher

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Concept & Design: Designpower

 

Aufstau/SBR (Sequencing-Batch-Reactor)-Anlagen  werden meistens ohne Vorklärung (Einbecken-Anlagen) ausgeführt.

Die zufließenden Grobstoffe werden in vielen Fällen in einem Siebkorb aufgefangen. Dieser ist in regelmäßigen Abständen händisch zu entnehmen (hygienisch bedenklich!) und der Inhalt ist als Sondermüll (aber wo?) zu entsorgen.

 

CFP-Systeme haben eine 1. und 2. Vorklärung samt Pufferraum.  In der 1. Vorklärung setzen sich die Grobstoffe ab, und werden durch ein Grobsieb vor dem Überlauf zur 2. Vorklärung zurückgehalten. Es ist also vollkommen egal, welcher Art von Grobstoffe da ankommen, ob Hemden oder Unterhosen (alles schon vorgekommen), Feuchttücher, Binden etc. Jedenfalls bedarf diese Vorklärung keinerlei Wartung. Da wird nichts händisch angegriffen. Zusätzlich wird in der mechanischen Vorklärung (wie bei den bislang üblichen 3-Kammeranlagen) das Abwasser bereits mit 25-30% energielos gereinigt, erleichtert also die weitere Reinigungsstufe in der Belebung – daraus ergibt sich eben ein geringerer Energieaufwand. Der Inhalt aus der Vorklärung (3,5-5% Feststoffanteil = 96,5-95% Wasser – wie in einer 3-Kammeranlage) ist alle 6-8 Jahre zur Großkläranlage zu entsorgen. Ein geringer Aufwand, wenn man bedenkt, dass bei einer Aufstau/SBR-Anlage die Grobstoffe ansonsten händisch in all den Jahren mindestens monatlich aus einem Siebkorb  zu entnehmen und zu entsorgen sind!

In der 2. Vorklärung befindet sich der integrierte Pufferraum (das Herz der Anlage!), von da wird das Abwasser vergleichmäßigt (alle 15 Minuten wird entsprechend der Größe der Anlage) mechanisch geklärtes Abwasser mittels Heber der Belebung zugeführt, garantiert also eine hohe Prozessstabilität. In 24 Stunden also 96 Takte. Mit 150 l/EW (Person) wird eine Kleinkläranlage dimensioniert. Somit 150 l : 96 = 1,56 l/EW alle 15 Minuten!

 

Beim Aufstau/SBR-System erfolgt im Reaktor in Abständen die Belüftung und wird möglichst nur 2 mal am Tag (2 mal 50% des Tagesanfalls!) das nach einer Pausenzeit (Absetzung des Belebtschlammes) überstehende Reinwasser innerhalb kurzer Zeit (in der Regel 15 Minuten) abgepumpt >Stoßbelastung z.B. eines Baches oder einer Verrieselung! 50% von 150 l = 75 l/EW innerhalb von 15 Minuten. Im Verhältnis  zu CFP somit 75 : 1,56!

Sollte öfters als 2 mal am Tag abgepumpt werden, muss wirksam verhindert werden, dass sich nicht gerade zufließendes Abwasser aus dem Haushalt mit dem abgepumpten Klarwasser vermengt.

Wenn also keine Vorklärung vorhanden ist, entsteht in kurzer Zeit viel Schlamm im Reaktor. Zusätzlich muss bei 60% Belebtschlammgehalt (bei einer Wassertiefe von z.B. 1,8 Meter = 1,08 Meter nach 30 Minuten Absetzzeit) dieser abgepumpt bzw. entsorgt werden, ansonsten würde statt dem Klarwasser der Belebtsschlamm in den Ablauf gelangen. Der Belebtschlamm hat einen Feststoffgehalt von ca. 1% = 99% Wasser. Auch ein integrierter Schlammspeicher wird eine jährliche (Mindest-?) Schlammentsorgung in vielen Fällen nicht verhindern.

 

Beim CFP-System wird durch die Beschickung der Belebung über die Pufferzone das Abwasser über 24 Stunden vergleichmäßigt abgegeben, daher vorteilhaft für sensible Bereiche (Verrieselung oder Bach mit geringer Schüttung).

Beim CFP-System wird vollautomatisch täglich der abgesetzte Überschussschlamm von der Nachklärung in die 1. Vorklärung rückgeführt, also stetig reduziert, verarbeitet und veratmet! Durch das integrierte Nachklärbecken kann der Belebtschlammgehalt in der Belebung bis zu 85% betragen (bei einer Wassertiefe von z.B. 1,8 Meter = 1,65 Meter nach 30 Minuten Absetzphase), das gereinigte Wasser rinnt in Folge über das Nachklärbecken gleichmäßig von der Oberfläche ab. Der Belebtschlamm wird alle 2-3 Jahre ausgebracht.

CFP hat einen integrierten Probeentnahmeschacht! CFP hat 2 Kompressoren (z.B. Linear-oder Membranverdichter mit 230 Volt),  der kleinere (Betriebszeit 12-15 Jahre) macht die „niedrigeren Dienste“ > Hebefunktionen, spart Strom und entlastet den größeren Kompressor (daher längere Betriebszeit > ca. 8-10 Jahre), welcher für die Belüftung zuständig ist. Die Kompressoren unterliegen während der gesamten Laufzeit keiner gesonderten Wartung! Hingegen benötigen Drehschieber-Verdichter (400 Volt) ca. doppelt so viel Energie als Linear-oder Membranverdichter.  Alle 2-3 Jahre sind dabei die Kohle-Lamellen zu ersetzen, Kostenpunkt  jeweils ca. 250,- bis 500,- Euro, je nach Größe des Kompressors.

 

Aufstau/SBR-Belebungsanlagen sind bei Stromausfall problematisch – direkter ungereinigter Ablauf ist die Folge.

Bei CFP durchläuft das Abwasser mehrere Kammern, ähnlich einer 6-Kammeranlage.

 

Die verschiedenen Schaltschränke (vorteilhaft freistehender Kunststoffschrank neben der Kläranlage – Kontrollmöglichkeit!) mit den diversen Wahl-Programmen (bei CFP-System einfach nur mit Drehschalter!) sind noch individuell zu vergleichen.

 

Diverse Zulassungen und CE-Zertifikationen geben über eine tatsächliche Funktion der Kleinkläranlage vor Ort keine Garantie. Entscheidend ist der tatsächliche Sauerstoffeintrag! Dieser wird von der Größe des Kompressors unter Einberechnung der Betriebsbedingungen ( Druckverluste durch die Belüfterzuleitung, durch Formstücke, Umlenkungen und diverse Anschlüsse bei Aggregats-und Belüfterelementen sowie Einblastiefe, Grenzflächenfaktor, atmosphärischer Luftdruck und Temperatur) bestimmt. Lange Belüfterzuleitungen (zusätzlich mit zu geringem Innendurchmesser!) reduzieren drastisch den Sauerstoffeintrag. Die Leistung eines Kompressors reduziert sich dabei schnell auf 1/3 der angegebenen Werte! In diesem Punkt liegen die meisten Probleme beim Betrieb einer Kleinkläranlage falls die vorgeschriebenen Grenzwerte nicht eingehalten werden können!

Aufstau/SBR-Belebungsanlagen sind meist aus Beton > Gewicht und Fugenbearbeitung! Versetzarbeiten teurer als bei leichteren Bauwerken! Deckel hat ca. 50 Kg! Einsicht bei Durchmesser 600mm sehr eingeschränkt.

 

CFP-Anlagen bestehen aus hochwertigem Polypropylen mit robuster, wabenförmiger Struktur  – resistent auf Dauer gegen chemische Angriffe von Wasserstoffsulfid, Schwefelsäure und schwefeliger Säure. Übersichtliche Funktion, Deckel ca. 1 x 1 Meter, 11 Kg mit Scharnier, dunkelgrün und UV-beständig.

CFP-Anlagen werden steckfertig geliefert.

Vergleich Aufstau / SBR-Verfahren mit dem CFP-System